Archiv der Kategorie: Lustiges

Hach, seufz, schmacht!

Ich mag keine Schnulzen, seien es Liebesromane oder -filme. Lieber ’nen gescheiten Krimi oder Thriller. Schuhe? Da bin ich mäßig beeindruckt. Schminken? Zu viel Präzisionsarbeit am Morgen. Tanzen? Talentfreie Zone. Das Kullerchen ist also meisten eher burschikos.

Aber manchmal, ganz selten, bin ich doch richtig Mädchen! :innocent: Heute zum Beispiel. Bei der „Hochzeit des Jahres“ von Kate & William saß ich schniefend und schluchzend vor dem Fernseher. Ja, ich stehe auf Hochzeiten! Ich habe extra ab 9 Uhr unseren Festplattenrekorder programmiert, damit ich auch ja nichts verpasse. Kam genau richtig zum Eheschwur vom Arbeiten nach Hause. Ach, Kates Kleid war sooo schön! Was für eine hübsche Braut! :kiss: Mit Muddi (normalerweise auch nicht so drauf) habe ich fast 45 min lang alles erörtert und analysiert. Scheen war’s!

Und zum Glück habe ich aufgenommen, so konnte ich einiges überspulen. Denn: könnte mal jemand diese lahmen, so genannten „Adelsexperten“ abschaffen“? Endsnervig! Mindestens 20 Mal wurde betont, dass Kates Kleid ja soooo gaaaanz anders aussah, als das von Diana damals vor 30 Jahren. Ach nee? Wäre mir jetzt gar nicht aufgefallen! Außerdem: 80er Jahre! Hallo! Heutzutage kleidet man sich auch nicht mehr so. :scombust: Und „Haaach, ich bin mit XYZ blutsverwandt und war da (unbedeutendes Ereignis) eingeladen!“ Ja, was juckt mich das? Da fühlte sich aber wieder jemand wichtig! Will Hochzeit gucken! :devil: Wie ihr seht, bin ich doch nicht allzu geübt in royalen Ereignissen.

Aber nicht alle Familienmitglieder waren so angetan wie Muddi und ich.

Scheff: Ich hab ebs anschaue welle un uf alle Sender lauft der Mischd!
Ich: Isch aber scheen!
Scheff: Ja un? Bei mir het damals au nieme zugschaut!

Ich: Boh, schau mol des Kleid! Scheen!
Dirk: Ich weiß, hän sie vorhin im Radio brocht! :sleep:
Ich: … Oh, so scheen!
Dirk: Nä, sieht sch… aus!

In diesem Sinne: Männer! :dead:

Scheff gegen To Go

Der Scheff, ganz braver Chauffeur, hat die Muddi zum Arzt gebracht. Zum Warten ging er in den nächsten Supermarkt, um sich im dortigen Backshop einen Kaffee zu genehmigen.

Mitarbeiterin: Wollen Sie den zum Mitnehmen?
Scheff (höchst pikiert): Kaffee hän mir selber daheim!

Plätzchen backen 2010

Ich liebe Backen! :luv: Und nach zweijähriger Plätzchen-Back-Pause musste mein armer Eheman dran glauben und mir assistieren. Ich gab mich auch ganz bescheiden und habe nur 3 halbe Rezepte gebacken.

Spritzgebäck nach Omas Original-Rezept: Immer wieder toll – aber dieses Jahr sind sie mir ganz besonders gut gelungen! So lecker waren sie noch nie!
Dirk: Bestimmt nur, will sie so gut durchdrillt wore sin! :cool:
Naja, wie er meint…

Vanillekipferl: Neu ausprobiert nach einem ganz leicht abgewandelten Rezept aus dem Brigitte-Plätzchen-Heftchen. Sehr gut gelungen! Nehme ich doch glatt in mein Repertoire auf! Einziges Manko: das Formen! Betrachtet mal das schön geformte Kipferl auf dem Haufen obendrauf und im Vergleich dazu das leicht – äääh – Merkwürdige links darunter. Und jetzt ratet mal, welches Dirk gemacht hat und welches ich. Kleiner Tipp: mein Gehilfe ist jetzt noch viel eingebildeter! :grin:
Dirk: Des isch doch einfach! Hesch früher nid mit Knete gspielt?
Ich: Ha doch! (Erinnere mich an diverse Knet-Schweinereien meinerseits.) Was het des do damit zum tue?
Dirk: Ja, hesch do nid so Sache gformt?
Ich: Nee!
Klein-Sandra war nämlich feinmotorisch noch unbegabter als Immer-Noch-Klein-Sandra. Und ich sah Klein-Dirk vor mir, der mit grüner Knete die perfektesten Kipferl formte. Gnah!

Zimtsterne, auch aus dem Brigtte-Heftchen: Mit denen bin ich nicht so zufrieden. Weil Dirk in der Musikprobe war, habe ich sie im Alleingang gemacht – und dafür sehen sie wirklich toll aus! Aber der Geschmack ist ausbaufähig. Vielleicht hätten sie länger backen müssen? Sie haben nämlich eine leicht gummiartige Konsistenz. Und nach Zimt schmecken sie auch nicht, obwohl ich großzügig dosiert habe.
Dirk: Schu klar, dass die nid gut sind. Do war ich schließliCHHRR nid beteiligt!

Meine frühere Assistentin (Muddi) war da irgendwie bescheidener, echt wahr. Dafür kriegen sie und der Scheff ein Überraschungspäckchen mit unseren Erzeugnissen. Hoffentlich kommt das heil an…

Und noch was:
Liebe Brigitte-Redaktion!
Glaubt bloß nicht, ich nicht bemerkt, dass ihr die beiden oben genannten Rezepte schon mal veröffentlicht habt und zwar 2003! Ha!

Galgenhumor

Lange gab es keine Sprüche vom Scheff, aber es gibt neues! Der arme Scheff leidet am grauen Star und bekommt deshalb beide Augen operiert, d.h. die Linsen werden ausgetauscht. Uah. Die erste Operation hat er schon hinter sich. Und gleich zur Beruhigung: ja er hat es gut überstanden! Ist heutzutage wohl ein Routineeingriff, der unter örtlicher Betäubung durchgeführt wird. Doppel-Uah.

Ich rufe hinterher besorgt an:
Ich: Wie geht’s dinnem Aug?
Scheff: Ha, ich hab’s noch! (Ach nee!)

Scheff: Un des wird dann unter örtlicher Betäubung gmacht!
Ich: Uah!
Scheff: Ha, des macht nix, ma sieht eh nix! (Wie auch, ohne Linse… *grusel*)

Scheff: Un denn het mich der Arzt kurz vorher gfrogt, ob ich Schmerze hab. Und ich hab gsait ja.
Ich (und Arzt wohl auch): !!!
Scheff: Ja im Kreuz! Ich bin ä wingli blöd gläge. War au unbequem. Des hab ich dem denn au gsait!

Mann, so eine lockere Einstellung hätte ich auch gern!

Kühe im Dorf

Lange nichts mehr über Muddi und Scheff geschrieben! Heute habe ich aber mit den beiden telefoniert und der Scheff sprach das Folgende über die Kühe ihres Nachbarn:
“ … und denn henn sie halt noch so 2 bis 3 Kühe für den Eigenbedarf, het sie [Nachbarin] gsait. Jo sammol! Suffe die 20 Liter am Dag!?
Weisch, des sin denn die einzige Küh im Dorf, wo ma noch hen – bis uf die Zweibeinige halt!“

Dirks Österreichreise

Habe ich zwar nicht selbst erlebt, will ich euch aber nicht vorenthalten.

Dirk befand sich Donnerstag und Freitag auf Geschäftsreise in Österreich. Nun saß man im Taxi um von A nach B zu kommen. Mit dabei war hohes schweizerisches Tier „Big M.“ Natürlich muss man sich noch das schweizerische Dialekt und das östereichische des Taxifahrers vorstellen.

Big M.: Was könnte man denn aus Linz mitbringen?
Taxifahrer: Linzer Torte!
Big M.: Haben das nicht (CHHR!) die Schweizer erfunden?
Taxifahrer: Naah! Des war Ricola!

Des Weiteren lernte Dirk auch viel über die hohe kulinarische Küche. Er aß als Vorspeise einen Salat mit Kalbsbries. Und nein, das ist keine Art Brät (wie er glaubte), sondern nicht mehr und nicht weniger als die Wachstumsdrüse eines Kalbes. Igitt.

Telefonat mit Muddi & Scheff

Irgendwie kriegt man viel weniger Lustiges mit, wenn man nicht mehr zu Haus wohnt. Aber heute per Telefon:

Scheff: Hab ich ein Muskelkater, heh! Ich fiel mi, als hätt mich ä Pony trette!
Ich: Wieso, was hesch gmacht?
Scheff: Ha, Äpfel furt brocht! 5 Zentner! Un denn die ganze Apfelsaftkischte in da Keller gschleift! 12 Stück! Un des war noch nid ämol ä Drittl vun dem ganze Obscht!
Ich: Boah!
Scheff: Ha, un des Geäscht vun de Grumbiere hab ich furt gmacht! Do sin noch welchi mit rus gange! Echt, so große hab ich in minem Lebe noch nid gsähn! Do basst eini noch nid ämol in ä Hafe nie!
Ich: Joh!
Scheff: Do kennte ma uns zu zweit an einere satt esse.

Scheff: Un uffere Trauerfeier war ich noch. Bin mitm Auto gfahre, kann jo kaum laufe wegem Muskelkater. Ne, aber so ebis hab ich noch nie erlebt!
Ich: Wieso?
Scheff: Ha, so ä katholischer Pfarrer. Nach 15 min war des fertig! Kannsch dir des vorstelle? Do hab ich jo nix dagege ghet. Schneller heim un so. Aber kennsch des, wenn die so halber singe un halber schwätze?
Ich: Ja, des isch schu schräg.
Scheff: Ha, des war nimmi normal. Als wär ihm einer uf de Zeh dappt.

Und darüber, dass Dirk heut, morgen und übermorgen abend fast nicht zu Hause ist, merkte er an:
Scheff: Saisch ihm halt ä Gruß, wenn da ne siehsch!

Ich: … un ärger d’Muddi nid zu arg!
Scheff: Des mach ich nid, die ärgert mich!

„Männer!“, die Fünfte

Will ich euch auch nicht vorenthalten! :-) Zum Verständnis: Dirk spielt in einem Musikverein, was, wie man sich denken kann, zu meinem Leidwesen mächtig Zeit in Anspruch nimmt.

Dirk: Also, der R. het sich darüber beschwert, dass mir dieses Johr zu wenig Auftritte hän!

Ich (empört): Schick ihn ämol bei mir vorbei, den verhau ich!

Dirk: Den kannsch gar nid verhaue, der isch doppelt so groß wie du!

Ich: Bah, un ob ich des kann! Dem trett ich ans Schienbein, denn kummt der schun runter! […] Un pass bloß auf dinni Schienbein uf!

Okay, bin nur 1,53 m groß und besagter R. um die 2 m, aber trotzdem… Man nennt mich auch Kampfzwerg! Grrrr!

„Männer!“, die Vierte

Aus aktuellem Anlass, d.h. gerade passiert. Muddi ist im Bad, ich vor meinem Mäckie (wo auch sonst!), der Scheff ist mitsamt Telefon im Wohnzimmer. Das Telefon klingelt, und klingelt, und klingelt… Wundere mich sehr darüber. Naja, vielleicht ist der Scheff ja gerade auf dem Klo. Also bequeme ich mich. Als ich meine Tür aufreiße, brüllt Muddi schon aus dem Bad.

Muddi: TELEFON!!!

Ich: JA!

Renne ins Wohnzimmer, wo der Scheff es mittlerweile strahlend geschafft hat, abzuheben. Es war ganz kurz Dirk, aber der wird jetzt verschont.

Ich (nach dem Telefonat): Boh, bis der am Telefon isch! Un des isch nebe ihm ufm Tisch gläge!

Muddi: Ach, der! Weißte, dann steht der mal ganz gemütlich auf, fummelt am Fernseher rum usw.

Nachfrage beim Scheff:

Scheff: Ha, ich hab da Ton bim Fernseher usmache welle un hab de Knopf nid gfunde. Un was war des überhaupt für ä Nummer? Do isch nid „Dirk“ gstande! (Er findet das telefoninterne Telefonbuch ganz toll.)

Ich: Der het usm Gschäft angrufe.

Also trat wohl folgender Ablauf ein:

  • das Telefon klingelt
  • Scheff registriert das Klingeln
  • Scheff setzt sich langsam auf dem Sofa auf
  • Scheff sucht die Fernbedienung
  • Scheff ärgert sich über das Durcheinander auf dem Wohnzimmertisch
  • Fernbedieung liegt zunächst außer Reichweite
  • Scheff nimmt die Fernbedienung
  • (evtl. Brillenwechsel)
  • Scheff sucht die „Stumm“-Taste auf der Fernbedienung
  • Scheff ärgert sich über die Fernbedienung
  • Scheff findet die „Stumm“-Taste auf der Fernbedienung und drückt sie
  • Scheff sucht das Telefon
  • Scheff guckt auf das Display des Telefons
  • (evtl. Brillenwechsel)
  • Scheff wundert sich über die Nummer auf dem Display
  • Scheff hebt ab

In dieser Zeit standen Muddi und ich schon brüllend und tropfend (Bad!) auf der Matte. In diesem Sinne: „Männer!“