RSS-News überall synchron

Mal wieder ein etwas technischerer Artikel. Heute befasse ich mich mit RSS-Feeds und dem Problem, diese auf mehreren Computern synchron zu halten.
Bisher gab es bei mir das folgende Setup, wenn man es so nennen kann. Meine RSS-Feeds habe ich einzig und allein auf meinem Mac mittels Vienna gelesen. Nun war es aber oft so, dass ich den Tag durch an anderen Computern Neuigkeiten im Web gelesen habe, zwar nicht alle, aber manche. Außerdem sitze ich nicht jeden Tag am Mac. Startete ich Vienna, waren um die 150 ungelesene Feeds keine Seltenheit. Wirklich lesen kann man bei der Masse nicht. Außerdem kannte ich die Hälfte schon und klickte alles gelangweilt weg. Wer weiß, was ich dadurch schon alles übersehen habe… Die Situation musste also geändert werden!
Meine RSS-Abonnements müssen also folglich online gespeichert werden, damit man von verschiedenen Geräten darauf zugreifen kann. Ich entschied mich für den Google Reader, da ich ja eh schon ein Google-Konto habe. Nun weiß Google noch etwas mehr von mir… :-)
Der Wechsel von Vienna nach Google Reader ist ein Klacks. Einfach die Abonnements in Opml exportieren und dann entsprechend wieder importieren. Ungewohnt war die Angewohnheit des Google Readers alles mit Tags zu versehen antstatt die Feeds in Ordner zu packen. Naja, hat ja alles so seine Vor- und Nachteile.
Nun kann ich von jedem Computer mittels Webbrowser meine News lesen. Die Basis ist geschaffen! Aber ich hätte es gern schöner. Ein Extra-Programm im Dock mit einem roten Sternchen, das neue Nachrichten anzeigt. So. Welcher Newsreader kann Google Reader? Vienna leider nicht.
Nach einer Weile stieß ich auf Eventbox. Das Programm kann neben Google Reader auch Twitter (praktisch, hätte mich eh nach einem Client umsehen müssen), Facebook, Flickr, Reddit, und was weiß ich noch alles. Aber leider nicht kostenlos. $ 15 kostet Eventbox, mit einem Code, den ich auf IUseThis gefunden habe, musste ich nur $ 12 zahlen. Da habe ich kein Problem damit. Gute Arbeit soll belohnt werden! [Bild 1]
Ein anderer Ansatz für Freunde des leichten Bastelns: Schaut euch Fluid mal an! Damit kann man aus einer beliebigen Webseite ein Programm erstellen. D.h. eine Art Webbrowser, der nur diese eine Seite anzeigt. Eignet sich hervorragend für Google Reader, Mail und Konsorten. Hat auch ein Dockicon mit rotem Sternchen. Und kostet nichts! Mit Helvetireader (Userscript, das das Aussehen vom Google Reader anpsasst) verpasst man dem ganzen noch ein hübsches Outfit! Yay! [Bild 2]
Das war der Mac. Oh, da gibt es doch bestimmt noch ein App für den iPod Touch, das Google Reader beherrscht, oder? Das gibt es! Byline nämlich! Kostet 3,99 €. Das Holzdesign ist blöd, ansonsten funktioniert der Reader super. Man kann außerdem Artikel archivieren um sie dann offline zu lesen. Voilà – immer up to Date! [Bild 3]
Zum Schluss: Ich liebe Vienna! Er ist Open Source, schlank, bietet verschiedene Designs zum Feeds anzeigen und macht genau das, was er soll! Wieso kann er kein Google Reader, wieso??? Bitte liebe Vienna-Entwickler, habt ein Herz für Klein-Sandra!

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