Scheff und ich allein zu Haus – Tag 1

Ja, die Muddi ist in Kur. Darf mich nun also als Pseudo-Hausfrau betätigen. Natürlich nur abends und morgens, weil ich auch noch arbeiten muss. Also heute:

Ich will kochen (Reste von Geschnetzeltes + Nudeln heiß machen – was Einfaches als Einstieg) und zwar unter den gestrengen Augen des Scheffs in höchsteigener Person:
Ich: Hmmm… wie mach ich des jetzt am beschte…
Scheff: *Schnaub, prust*
Ich: Joh, läschter nid! Nudle in de Pfann heiß mache oda im Topf?
Scheff: … *grins*
Ich: Hm, wenn ma sie im Topf nochämol kocht werre sie matschig.
Scheff: Naaa, des wichtigscht isch jo, dass du sie nid in de Tupperschissl heiß machsch. Des wär nid so gut!
Ich: Ach nee! Ich machs in de Pfann. … Boh, sin des viele, die basse jo nid nie! Ich kann jo schlecht die grescht Pfann nämme! *kruschtl, Krach mach*
Scheff (sehr lärmempfindlich): *zuck, augenroll*

Scheff: Wenn stehsch morge uf? Stell mir mol de Radiowecker. Sicher isch sicher.
Ich: Kann ich mache. Weisch denn au, wie der Alarm wieder usgeht?
Scheff: Ha nai!
(Kleine Notiz fürs Tagebuch: SWR3 einstellen und nicht Humptata)

Ich: Ich dät vorschlage, dass du morge Middag dein Geschirr und des vom Frühstück abwasche dusch.
Scheff: Wie geht des? (Er meinte es ernst!)
Ich: *erklär, wie man von Hand spült* … und denn tuschs Gschirr abtroggne!
Scheff: Mit dem große Badehanduch oda was?

Wichtige Anweisung, die mir Muddi am Wochenende mitgeteilt hat: “… und lass den bloß nicht an die Waschmaschine! Der kann von mir aus seine eigenen Sachen ruinieren, aber nicht alles! Und erzähl ihm das jetzt bloß nicht!”

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